Forschungsprojekte

Forschungsprojekte sind immer auch Meilensteine des eigenen wissenschaftlichen Werdegangs. Deshalb möchte ich an dieser Stelle meine wichtigsten Forschungsprojekte kurz und prägnant darstellen. In diesem Zusammenhang lade ich Sie recht herzlich ein, ebenfalls meinen Forschungsblog GeldMachtReformen zu besuchen. Dort blogge ich ausführlicher über diejenigen Forschungsprojekte, die sich mit dem Gemeingut »Geld«, dem sozialen Phänomen politischer »Macht« und entsprechenden Reformvorschlägen beschäftigen.

2019–2021: Sozial-ökologische Transformation

Parallel zu meinem Promotionsprojekt arbeite ich in Wien beim drittmittelfinanzierten Forschungsprojekt »Con-Labour« mit, das Ende 2020 zum Abschluss kommt. Im Team beschäftigen wir uns mit den Perspektiven sozial-ökologischer Transformation und der Rolle der Beschäftigten in diesem Prozess am Beispiel der österreichischen Autoindustrie. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Ulrich Brand.

Zu meinen Aufgaben gehören die Entwicklung und Betreuung der Website sowie die Recherche und Analyse historischer Fallbeispiele aus verschiedenen Sektoren. Außerdem forsche ich zum theoretisch-konzeptionellen Überbau, reflektiere Begriffskonzepte wie »Modernisierung«, »Transformation« und »Konversion« und erstelle verschiedene Typologien.

Für Herbst 2021 organisiere ich eine Konferenz über das internationale Finanzwesen und den Welthandel aus sozial-ökologischer Transformationsperspektive.

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2017–2021: Staatsgeld und Souveränität in einer Demokratie

Untersuchungsgegenstand ist die moderne Currency-Theorie des »Vollgeldes« als viel versprechende, aber eben auch sozial, ökonomisch und politisch zu reflektierende monetäre Alternative zum krisenanfälligen und dysfunktionalen Status Quo. Am Beispiel Islands erforsche ich daher die Theorie(n), Konzepte und Reformdebatten für staatlich emittiertes Geld nach dem Finanzsystemcrash von 2008. Diese bette ich in das politische und wirtschaftliche System von Island ein und analysiere sie unter dem zentralen Aspekt der »monetären Souveränität«. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, was »Geld« und »Souveränität« eigentlich bedeutet, sowie auf dem Spannungsverhältnis von Geldsystem, Souveränitätsansprüchen und den vielfältigen realen Abhängigkeiten und Grenzen in einer kleinen offenen Volkswirtschaft.

Mit diesem interdisziplinär angelegten Forschungsprojekt, das zu weiteren Teilprojekten führte, möchte ich einen kritischen Beitrag zur Politischen Ökonomie des Geldwesens leisten. Des Weiteren strebe ich damit den sozialwissenschaftlichen Doktorgrad der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt an. Dort sind meine akademischen Betreuer der Politikwissenschaftler und Politische Ökonom Prof. Dr. Oliver Kessler als Inhaber der Professur für Internationale Beziehungen sowie der Finanzwissenschaftler und Finanzsoziologie Prof. Dr. Dr. Helge Peukert, der mittlerweile hauptberuflich an der Universität Siegen lehrt und forscht. Während meiner Promotion bin ich zudem aktives Mitglied im »Center for Political Practices and Orders« (C2PO).

Die Hans-Böckler-Stiftung fördert dieses Projekt seit Ende 2017 mit einem Promotionsstipendium.

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Seit 2016: Seemacht, Navalismus und Seestrategie II

Untersuchungsgegenstand ist zunächst das Wechselverhältnis von Seemachtideologie, Rüstungspolitik und Seestrategie in der deutschen Reichs- und Kriegsmarine der Ära Raeder. Dabei greife ich auf frühere Forschungen im Rahmen meiner Magisterarbeit zurück und baue sie qualitativ wie quantitativ aus. Außerdem arbeite ich zum Navalismusbegriff, seinen imperialen Bezügen und modernen Erscheinungsformen.

Langsam, aber stetig, kommen die beiden Manuskripte – eine Monografie und eine Quellenedition – voran. Denn meine Promotion und die damit verbundenen Teilprojekte genießen ganz klar oberste Priorität. Für 2021 ist eine Konferenz über den Einfluss der Seemacht geplant.

Das Forschungsvorhaben lässt sich sowohl der Militärgeschichte als auch den Internationalen Beziehungen zuordnen.

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2014/15: Seemacht und »Platz an der Sonne«

Thema: »Seestrategisches und geopolitisches Denken in der deutschen Kriegsmarine unter Großadmiral Raeder am Vorabend des Zweiten Weltkrieges«.

Die Aufgabenstellung bestand darin, die Seemachtideologie, Seestrategie und Marinepolitik in der Ära Raeder aus ideengeschichtlicher und ideologiekritischer Perspektive zu analysieren. Im Rahmen einer sozialwissenschaftlich orientierten maritimen Militärgeschichte leistete ich damit einen Beitrag zur Erforschung des Navalismus.

Mein Magisterforschungsprojekt bearbeitete ich am Historischen Institut der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam. Dort waren meine Betreuer und Gutachter der Marinehistoriker Prof. Dr. Michael Epkenhans, hauptberuflich Leitender Wissenschaftler des ZMSBw Potsdam, sowie Prof. Dr. Manfred Görtemaker als Inhaber der Professur für Neuere Geschichte. Beide bewerteten meine Darstellung mit der Bestnote 1,0.

2016 wurde ich dafür mit dem Wilhelm-Deist-Preis für Militärgeschichte ausgezeichnet.

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Stand: 25.10.2020

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