Ethik und soziale Verantwortung

Jede*r Wissenschaftler*in, Medienschaffende, Unternehmer*in, Politiker*in, ja jeder Mensch trägt eine ethische und soziale Verantwortung für die eigene und unser aller Umwelt, ob sie/er sich dessen bewusst ist oder nicht. Immer mehr Menschen sind sensibilisert für solche sozialen und ökologischen Fragen. Persönliche Werte, Ethik und entsprechende Selbstverpflichtungen gewinnen deshalb zu Recht eine stetig wachsende Bedeutung.

Vorbemerkungen

Angesichts regelmäßiger Skandale, die eine breite Öffentlichkeit erreichen und mitunter strukturbedingt sind, ist es durchaus berechtigt und m. E. auch erforderlich, an der einen oder anderen Stelle etwas genauer hinzuschauen und nachzudenken. Gerade für Menschen, die auf der Suche nach erstklassigen Bildungsangeboten, seriöser Wissenschaft, Beratung und Gedankenaustausch sind, ist es nicht immer ganz einfach, vertrauenswürdige und anständige Personen mit ihren Angeboten von bisweilen gut titulierten »schwarzen Schafen« zu unterscheiden. Ich für meinen Teil bin bestrebt, mit meinem Schaffen etwas nachhaltig Sinnvolles für das Gemeinwohl zu leisten.

Es ist allerdings illusorisch, von sich selbst oder anderen stete und umfassende Informiertheit in allen Bereichen zu verlangen. Insoweit kommt es auf die Kunst an, Vertrauenspotenzial zu identifizieren und zu gewichten, sich gleichzeitig aber auch nicht verrückt machen zu lassen, da es sich immer nur um ein Streben – nie um ein Erreichen – handeln kann. Wenn jede*r seine Arbeit gut, gewissenhaft und mit gutem, im Ernstfall auch belastbarem Gewissen macht, dann ist allen am besten geholfen.

Ich möchte, dass sich jede*r bei mir fachlich und generell in allerbesten Händen fühlt. Wenn es etwas gibt, was ich verbessern könnte, dann freue ich mich über entsprechende nette Anregungen… und dann wird es verbessert, wenn es zweckmäßig und richtig ist.

Ethik in der Wissenschaft

Immer mehr Fachverbände erarbeiten und geben sich Ethik-Kodizes für gutes wissenschaftliches Arbeiten sowie gute Lehre. Einige davon, an denen ich mich im Wesentlichen orientiere, verlinke ich im Folgenden.

  • folgt…

Ethik in der (politischen) Bildung

Bildung im Allgemeinen und politische Bildung im Besonderen soll Menschen dabei unterstützen, ein wissenschaftlich fundiertes, kritisch und sozial reflektiertes Urteilsvermögen herauszubilden. Jedwede Bildungsarbeit sollte das Ideal mündiger und aufgeklärter Menschen befördern helfen. Mündige Menschen sind in der Lage, Sachverhalte angemessen und differenziert zu analysieren und zu bewerten, sich bei gesellschaftspolitischen Debatten engagiert einzubringen oder eigene privatwirtschaftliche Entscheidungen fundiert treffen zu können.

Der »Beutelsbacher Konsens« fordert von Lehrkräften, drei wesentliche Prinzipien zu beachten:

  • Indoktrinations- und Überwältigungsverbot
  • Kontroversitätsgebot
  • Orientierung an den Lernenden

Das stellt für mich eine selbstverständliche Arbeitsgrundlage dar, die ich wie folgt präzisieren und um weitere wichtige Aspekte ergänzen möchte:

  • Multiperspektivität und Kontextualisierung
  • Methodenpluralismus und Quellenkritik
  • Gemeinwohlorientierung statt Profit- und Partikularinteressen
  • Förderung der Neugier zum selbstständigen methodischen Weiterforschen
  • Befähigung der Lernenden zur kritischen Analyse der eigenen Situation, zur eigenen Meinungsbildung und Lösungssuche.

Ethik im Geschäftsleben

Im Geschäftsleben suche ich sinnvolle Kompromisse zwischen Aufwand, Nutzen und eigenen ethischen Ansprüchen. Das ist bekanntermaßen nicht immer ganz leicht.

Social Banking bei der Nr. 1: Meine Finanztransaktionen erfolgen entweder bar oder über mein Geschäftskonto bei der Triodos Bank, der größten und führenden europäischen Nachhaltigkeits- und Ethikbank. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Zukunft des real existierenden Finanzsystems maßgeblich von denjenigen Banken und Finanzdienstleistern geprägt sein sollte, die ihre Geschäftsmodelle an sozialen, ökologischen und ethischen Maßstäben ausrichten und die auf Nachhaltigkeit, Transparenz und Förderung der Realwirtschaft setzen.

Ich arbeite nicht für jeden: Was Aufträge und Auftraggeber*innen betrifft, behalte ich mir vor, den ein oder anderen aus persönlichen, ethisch-moralischen Gründen auch einmal abzulehnen. Das trifft insbesondere auf solche zu, die strukturell verfassungsfeindlich, militaristisch, rassistisch oder anderweitig gruppenbezogen-menschenfeindlich erscheinen. Solche Haltungen kann und möchte ich nicht akzeptieren.

Regionale Geschäfte: Bücher, Filme und Arbeitsmaterial kaufe ich, sofern es möglich ist, bei Händler*innen meines Vertrauens im Raum Berlin-Brandenburg bzw. bei mittelständischen deutschen Medienvertrieben. Diese zahlen – im Gegensatz zu einem bekannten, international agierenden Online-Konzern eines Multimilliardärs – hierzulande auch ordnungsgemäß Steuern. Damit leisten sie einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der von ihnen genutzten Infrastruktur. Außerdem unterstützen Geschäfte mit lokalen und regionalen Unternehmen das vielfältige Leben in den Innenstädten und sichern Arbeitsplätze vor Ort.

Datensparsamkeit und Datenschutz: Ich erhebe nur die für die Abwicklung des Geschäftsverkehrs notwendigen Daten und nutze sie für diese Zwecke. Weitere Ausführungen gibt es auch in meiner Datenschutzerklärung.

IT-Sicherheit: Meine geschäftlichen E-Mail-Konten laufen über meine Domains bzw. über Posteo. Dieser mittelständische E-Mail-Anbieter ist seit Jahren die Nr. 1 in punkto Datenschutz, Verschlüsselung und Nachhaltigkeit »made in Germany«. Die von mir genutzten Server für Webhosting und E-Mail-Postfächer stehen allesamt in gesicherten deutschen Rechenzentren. Darüber hinaus ist die Datenübertragung bei Nutzung meiner Websites SSL/TLS-verschlüsselt (erkennbar am grünen Schloss in der Browserzeile). Meine Domains wurden dafür von einer etablierten Zertifizierungsstelle validiert.

100 % Ökostrom: Meine Server, Rechner und anderen elektronischen Arbeitsmittel werden mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien betrieben. Auch privat bevorzuge ich Ökostrom. Damit leiste ich einen bescheidenen Beitrag zum Umweltschutz.

Fahrrad und öffentlicher Personenverkehr: Alle Termine sind prinzipiell mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Tram, Bahn etc.) erreichbar, wenn auch nicht immer so zuverlässig, schnell und komfortabel bei Reisezeiten und Anschlüssen wie gewünscht. Dafür gibt es oftmals Zeit und Gelegenheit zum Lesen, Arbeiten und Unterhalten. Insoweit verzichte ich bewusst auf ein Auto. Das schont die Umwelt und bringt mich voran. Im wohnortnahen Bereich und in der Freizeit unternehme ich auch sehr gerne Fahrradtouren mit Freund*innen. Das hält zudem fit und eröffnet ganz andere Perspektiven.

Interessentransparenz: Ich agiere unabhängig, bin parteipolitisch frei und halte keine direkten oder indirekten Beteiligungen an Stimmrechten oder am Kapital fremder Unternehmen. Im Rahmen meiner wissenschaftlichen und beruflichen Aktivitäten bin ich Mitglied in verschiedenen Vereinen und Verbänden, die in meinem CV aufgeführt sind.

Fortsetzung und Weiterentwicklung folgen… 🙂

 

Stand: 07.06.2018

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