Forschung

Im Folgenden möchte ich Ihnen die thematischen Schwerpunkte meiner sozial- und geisteswissenschaftlichen Forschung darstellen. Doch zuvor ist kurz zu reflektieren, was gute Forschung für mich eigentlich heißt.

Was ist für mich gute Forschung?

Thematische Schubladen sind innerhalb und außerhalb der Wissenschaftskreise vielfach beliebt. Tatsächlich sind sie aber nur bedingt aussagekräftig. Sie lassen sich zwar leicht kommunizieren, fordern die Adressat*innen i. d. R. aber nur selten zu besonderen Reflektionsanstrengungen oder gar zum Hinterfragen eigener Positionen heraus. Schon eher ist dies beispielsweise beim Wissenschaftsverständnis, bei Forschungsansätzen, Methodiken oder beim ethischen Selbstverständnis als Wissenschaftler*in der Fall.

Gute Forschung reflektiert Sachverhalte kritisch und arbeitet wissenschaftlich sauber und aufrichtig. Gute Forschung fragt außerdem nach themenübergreifenden Zusammenhängen. Meiner Meinung nach sollte sie auch einen gesellschaftlichen Mehrwert anstreben.

Dafür ist es entscheidend, wenn Forschung möglichst inter- und transdisziplinär gestaltet ist. Weil ein solcher Ansatz meinen Neigungen am ehesten entspricht, nutze ich gerne die oftmals viel zu wenig betretenen Brücken zu geeigneten Methoden und Zwischenergebnissen der Forschung anderer Disziplinen. Das ist gerade wegen der mitunter detektivischen Klein- und Kleinstarbeit guter Wissenschaft sehr hilfreich. Nicht zuletzt ist es aber auch aufgrund meines Strebens nach größtmöglicher Glaubwürdigkeit und Redlichkeit der wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse unerlässlich.

Schon zu Studienzeiten kombinierte ich Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften. Dabei begnügte ich mich jedoch nicht mit den prüfungsrelevanten Fächern Geschichte, Politikwissenschaft und Informatik, sondern erweiterte meinen Horizont im Selbststudium beispielsweise auch in Wirtschaft und Soziologie. Neben einem juristischen Grundverständnis erwarb und erwerbe ich mir zudem auch Wissen und praktische Einblicke in die verschiedensten Politikfelder und Hilfswissenschaften.

Dieser breite Blick kommt meiner Forschung sehr zugute. Insoweit folge ich dem Sinnspruch eines meiner akademischen Lehrer, wonach Historiker*innen möglichst von vielen Themen eine solide Ahnung haben bzw. sich diese schnell wissenschaftlich erarbeiten können sollten, um eben auch Spezialist*innen für das Allgemeine und für die größeren Zusammenhänge sein zu können.

Welche Schwerpunkte setzt meine Forschung?

Politische Ökonomie, Wirtschafts- und Sozialgeschichte:

  • Geldtheorie, Geldpraktiken und Finanzsystemarchitekturen
  • ökonomische und politische Systemkrisen, sozial-ökologische Ordnungsmodelle und Transformation
  • Vermögensverteilung, Arm vs. Reich, Renten- und Pensionssysteme

Internationale Beziehungen:

  • Imperialismus, (historische) Geopolitik, Geoökonomie
  • Wechselverhältnisse zwischen Politik, Wirtschaft und Handel, Gesellschaft, Militär, Frieden und Konflikten
  • kritische Militär- und Marinegeschichte, Navalismus, militärstrategische Ideengeschichte der Moderne

Politische Theorie & Systemanalyse:

  • Eliten, Machtstrukturen, Herrschaftspraktiken
  • demokratische Ordnungsmodelle und Transformation

Projektverzeichnis

Wer noch mehr über meine Forschung erfahren möchte, sollte außerdem einen Blick auf meine wichtigsten Forschungsprojekte werfen.

Stand: 28.05.2020

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