Imperialismus und Imperialismustheorien

Was heißt »Imperialismus« und was besagen bekannte »Imperialismustheorien«? Was ist eine »Imperiumstheorie«? Welche prinzipiellen Begriffsverwendungen gibt es?

1. Einführender Überblick zur Begrifflichkeit

Herrschaftsgebilde mit imperialen Merkmalen oder dem Anspruch, ein »Weltreich«, eine »Weltmacht« oder gar die einzig legitime »Universalherrschaft« darzustellen, sind seit der so genannten »Antike« und dem »Mittelalter« bekannt und nachweisbar[1]. Man denke nur an das »Imperium Romanum« oder die auf den Propheten Daniel zurückgehende Lehre vom Aufstieg und Fall der vier Weltreiche, die dereinst vom ewigen Gottesreich abgelöst würden[2], oder an das »Sacrum Imperium Romanum« bzw. »Sacrum Romanum Imperium«, d. h. das »Heilige Römische Reich (Deutscher Nation)«. Als flächenmäßig größter, jemals existierender Herrschaftsbereich der Geschichte gilt das von Dschingis Khan begründete und von seinen Söhnen und Enkeln weiter ausgedehnte Mongolische Reich.

Ursprung und Verwendungsebenen

Imperien und imperiale Politik sind zwar keine historischen Phänomene, die sich als etwas typisch Neues allein auf das moderne »Zeitalter des Imperialismus« im 19. und 20. Jahrhundert, also auf die Zeit von etwa 1880 bis 1918 bzw. längstens bis 1945, begrenzen lassen[3]. Der Begriff »Imperialismus« an sich ist allerdings erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts im Nachgang des Staatsstreiches Napoleons III. 1851/52 allgemein geläufig geworden. Abgesehen davon, dass begriffliche Vorläufer schon im England und Frankreich des 16. Jahrhunderts aufkamen, stellte »Imperialismus« anfangs nur ein politisch gebrauchtes Schimpfwort dar. Es war eine Fremdbezeichnung für den von exponierten Machthabern wie Napoleon I. und Napoleon III. verantworteten politischen Zustand und meinte damals soviel wie »Cäsarismus«, also eine mangels rechtlicher Legitimation einzig auf militärische Machtmittel und persönliches Ansehen gestützte Form der Alleinherrschaft. Erst später – und selbst dann teilweise nur nachrangig – stand »Imperialismus« für das Streben nach machtpolitischer und territorialer Expansion jenseits der eigenen Grenzen.

Im Laufe der Zeit verbreiterte sich allerdings das Verwendungs- und Bedeutungsspektrum des Begriffes zunehmend. Diese Entwicklung ging einher mit ersten wissenschaftlichen Erklärungsversuchen der verschiedenen Ursachen und Ausprägungen imperialer Politik, die um 1900 entstanden. Mit den so genannten »Imperialismustheorien« kamen dann auch um größere Sachlichkeit bemühte neue Semantiken in Umlauf. In ihrer Vielzahl sind sie kaum zu überblicken.[4]

Neben einer bis heute fortdauernden Geschichte als politisch-polemisches Schlagwort weist die Vokabel »Imperialismus« folglich auch eine Geschichte als Terminus technicus, als Fachausdruck in den Wissenschaften und in der Publizistik, auf. Sie bleibt bis heute vieldeutig und bisweilen politisch-ideologisch, moralisch oder emotional aufgeladen, wovor fachwissenschaftliche Debatten nicht a priori befreit waren und sind.

Imperiumstheorien

Seit einigen Jahren wird in interessierten Wissenschaftskreisen der Versuch unternommen, den ursprünglichen lateinischen Imperiums-Begriff zu reaktivieren, ihn mit neuem, historisch und politologisch fundiertem Inhalt zu versehen und kritisch von den bisherigen Imperialismustheorien abzugrenzen. Mit diesen »Imperiumstheorien« verfügt die Fachwelt über ein neutraler daherkommendes und geeigneter erscheinendes Analyseinstrumentarium, wenn es beispielsweise darum geht, verschiedene spezifische politikwissenschaftliche Fragestellungen in globalhistorischer, epochenübergreifender und vergleichender Perspektive zu bearbeiten oder charakteristische Merkmale und Funktionsmechanismen eines »Imperiums« zu definieren. Demgegenüber sind die allermeisten »Imperialismustheorien« aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte in Auseinandersetzung mit konkreten Imperialismen zu sehr auf Europa, die USA und bestenfalls noch Japan zentriert, während z. B. frühmoderne amerikanische, afrikanische oder asiatische Großreichsbildungen oder moderne außerwestliche imperiale Ordnungsversuche außen vor bleiben. Außerdem vermögen die meisten Imperialismustheoretiker*innen tendenziell weniger die Bildung, Funktionsweise und Fortdauer von »Imperien« zu erklären als vielmehr das Überleben der dahinter steckenden, »westlich« geprägten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen.[5]

Der römisch-lateinische Imperiums-Begriff

Das Wort »Imperialismus« leitet sich ab vom lateinischen Substantiv imperium (svw. Befehlsgewalt, Macht- bzw. Herrschaftsbereich, Reich) und vom lateinischen Verb imperare (svw. befehlen, gebieten, herrschen). Ursprünglich meinte imperium den militärischen Teil der Amtsbefugnis der höchsten römischen Beamten, deren Träger deswegen jenseits ihres eigentlichen Amtstitels auch als »Imperator« bezeichnet wurden. Später blieb die Titulatur Imperator vornehmlich dem obersten Militärbefehlshaber, dann einem siegreichen Feldherrn, schließlich nur noch dem Princeps (svw. »Kaiser«) vorbehalten. Zur rechtlichen Bedeutungsebene von imperium im Sinne von höchster Amtsgewalt trat bis zum Beginn der christlichen Zeitrechnung und dem Beginn des römischen Kaisertums zunehmend auch eine räumliche Bedeutungsebene im Sinne des gesamten römischen Macht- und Herrschaftsbereiches, was dem heutigen Begriffsverständnis eines »Imperiums« wohl am nächsten kommt.[6]

2. Ein Definitionsangebot für »Imperialismus«

Es gibt unzählige Definitionen des »Imperialismus«-Begriffes, die miteinander um die Deutungshoheit und um die größere Erklärungsmächtigkeit konkurrieren. Sie korrelieren meistens mit einer Metatheorie und deren spezifischer Perspektive auf konkrete historische Phänomene, d. h. deren Gegenstandseingrenzung. Sowohl diese komplexen Imperialismustheorien als auch die einzelnen knappen Definitionen sind dabei zum Teil sehr speziell oder auf kurze historische Epochen zugeschnitten. Einige davon stamm(t)en von Zeitgenoss*innen, die damit die soziale Realität ihrer Zeit zu erfassen suchten. Doch dazu mehr im folgenden Abschnitt.

Als Fachwort verstehe ich unter »Imperialismus« diejenigen Denkmuster, Verhaltensweisen und Bestrebungen der führenden Eliten eines Staates, die das Ziel verfolgen, den eigenen Machtbereich über fremde Gebiete, Ressourcenquellen, Absatzmärkte und Bevölkerungen beständig auszuweiten sowie diesen durch politische, militärische, wirtschaftliche, kulturelle und ideologische Mittel zu kontrollieren, auszubeuten und zu beherrschen. Kontrolle, Einflussnahme und Ausbeutung können dabei direkt-formell und/oder indirekt-informell geprägt sein. Schaut man auf vergangene historische Epochen, dann ist darüber hinaus noch charakteristisch, alle Besitztitel in einem Reichsgebilde zu vereinigen.

Demnach sind die Beziehungen zwischen dem eigentlichen Machtzentrum bzw. dem Kernland und der Peripherie asymmetrisch gestaltet. Idealtypischer Weise sind Imperiumsbildungen globaler Natur, streben die Protagonisten doch nach einem stetig wachsenden Anteil an politischem Einfluss und Verfügungsgewalt über die materiellen Ressourcen in der Welt – in der Geschichtsschreibung und bei Zeitgenoss*innen des klassischen imperialistischen Zeitalters wird das bisweilen »Weltherrschaft« genannt. Dabei sind die Beschreibungen »global« und »Welt« in den Vorstellungen und Wissenshorizonten der jeweiligen Epoche zu verstehen, mithin also abhängig vom vorhandenen Grundwissen über die Größe der »Welt«.

3. Imperialismustheorien zwischen Ideologie und Wissenschaft

Die einzig wahre Theorie gibt es bekanntlich nicht. Das Spektrum der Erklärungsversuche reicht von umfassenden bis hin zu solchen, die sich auf Einzelaspekte, Epochen oder Weltregionen beschränken, von höchst politisierten bis hin zu wissenschaftlich fundiert erarbeiteten, von einflussreichen bis hin zu weniger einflussreichen. Es gibt politische, ökonomische oder kulturelle und in ihrer jeweiligen Disziplin wiederum verschieden unterteilbare Deutungen. Jede Theorie, ob »Imperialismus«- oder »Imperiumstheorie«, hatte und hat in ihrem Wirkungskreis eine gewisse Berechtigung, zumal es die verschiedensten methodischen Herangehensweisen und Perspektiven auf ein und denselben Untersuchungsgegenstand gibt – die mit »Imperialismus« oder »Imperium« titulierten historischen oder aktuellen Phänomene und politischen Zustände.[7]

Die ersten systematischen Analysen imperialistischer Expansionsprozesse, die ersten Versuche ihrer theoretischen Durchdringung entstammen der Feder ihrer politischen Gegner. Eine erste umfangreiche Imperialismustheorie legte der britische heterodoxe Ökonom und Publizist John Atkinson Hobson (1858–1940) im Jahre 1902 unter dem Titel »Imperialism – A Study« vor. Aus polit-ökonomischer Sicht sei ihm zufolge das Streben nach neuen Möglichkeiten zur Kapitalakkumulation die wesentliche Triebfeder hinter imperialistischen Politiken. Die Ursache dafür wiederum liege in der heimischen Überproduktion bei gleichzeitigem Kapitalüberschuss in den Händen einer kleinen Minderheit und damit in einer starken Vermögens- und Machtkonzentration bei den Wenigen und entsprechendem Nachfragemangel bei den Massen begründet.[8] Dieser Erklärungsansatz ging als Unterkonsumtionstheorie in die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte ein.

Wenngleich Imperialismus für Hobson ein Produkt der kapitalistischen Wirtschaftsweise sei, hing er keiner marxistischen Ideologie an, sondern glaubte und empfahl als Liberaler vielmehr sozial- und verteilungspolitische Reformen innerhalb des bestehenden kapitalistischen Systems.

Nur kurze Zeit früher hatte der US-amerikanische Sozialist und Publizist (Henry) Gaylord Wilshire (1861–1927) bereits Einiges zu »Trusts and Imperialism« veröffentlicht, was im Kern auf eine ähnliche makroökonomische Analyse wie bei Hobson hinauslief. »Imperialismus« wertete Wilshire allerdings als eine zeitlich nur begrenzt funktionierende Taktik der »Kapitalisten« und »Trust«-Eigner, grundlegende soziale Reformen zu verzögern, indem eine Politik der territorialen und wirtschaftlichen Expansion verfolgt wird, die mit der Tendenz zu einer autokratischen Regierungsform und blutigen globalen Kriegen einherginge.[9]

Mehrere marxistisch geprägte Zeitgenoss*innen griffen Hobsons Gedanken auf und führten sie weiter. Zu den prominentesten gehören zweifellos der Ökonom und zweimalige sozialdemokratische Finanzminister einer Weimarer Reichsregierung Rudolf Hilferding (1877–1941). Sein 1910 erstveröffentlichtes Werk »Das Finanzkapital« wird bis heute rezipiert. Außerdem sind in diesem Kontext die sozialistische Intellektuelle, Politikerin und Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Rosa Luxemburg (1871–1919) mit ihrem 1913 erschienenen Hauptwerk »Die Akkumulation des Kapitals« und Wladimir Iljitsch Lenin (1870–1924) mit seinem Klassiker »Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus« von 1916/17 zu nennen.[10]

Eine der einflussreichsten nicht-marxistischen Imperialismustheorien geht auf den deutschen Sozialhistoriker Hans-Ulrich Wehler (1931–2014) zurück, der anhand des deutschen Beispiels soziale Faktoren, die eng mit der Verteilungsfrage von Macht und Wohlstand zusammenhängen, als ursächlich für imperialistische Expansionen betonte. Seit den 1970er Jahren vertraten er und seine geistigen Schüler*innen die These vom »Sozialimperialismus«[11]. Demnach versuchten die politisch Ton angebenden Führungseliten, die sozialen Spannungen und Verteilungskämpfe, die es innerhalb der Gesellschaft gab, nach außen abzulenken und Konjunkturkrisen durch das Erschließen weiterer Märkte zu verhindern. Dadurch wollten sie den bestehenden innergesellschaftlichen Status Quo nebst ihrer eigenen Macht- und Vermögenspositionen konservieren.

Im Gegensatz zu marxistischen Theoretiker*innen sah der bekannte österreichisch-stämmige Nationalökonom Joseph Schumpeter (1883–1950) die wesentlichen Antriebskräfte des Imperialismus in einem durchaus innenpolitisch motivierten Chauvinismus der gesellschaftlichen Führungsschichten und vormodernen, nicht-demokratischen, kriegerisch geprägten Sozialstrukturen. Schumpeter adelte den »Kapitalismus« per se als »antiimperialistisch« und kosmopolitisch, weshalb kapitalistische Staaten angeblich auf den friedlichen Welthandel ausgerichtet seien. Dagegen ist »Imperialismus« für ihn nichts weiter als »die objektlose Disposition eines Staates zu gewaltsamer Expansion ohne angebbare Grenze«.[12]

Auch für Wolfgang J. Mommsen (1930–2004) können ökonomische Fragen die Imperialismen nicht hinreichend erklären. Der deutsche Historiker misst ihnen durchaus eine gewisse Rolle zu, allerdings eine klar untergeordnete. Ausschlaggebend seien allerdings vielmehr politische Ideologien des Nationalismus und Rassismus gewesen, vor allem der Drang des politisch und ökonomisch aufstrebenden Bürgertums nach nationalem Prestige und einer weltmächtigen Stellung des eigenen Nationalstaates sowie ein religiös konnotiertes Sendungsbewusstsein.

Eine der klassischen politikgeschichtlichen zeitgenössischen Definitionen stammt vom österreichischen Historiker Heinrich Friedjung (1851–1920) aus dem Jahr 1919:

Unter Imperialismus versteht man den Drang der Völker und der Machthaber nach einem wachsenden Anteil an der Weltherrschaft, zunächst durch überseeischen Besitz. Diese Begriffsbestimmung ist aber durch das Merkmal zu ergänzen, daß der Trieb zu klarem Bewußtsein gediehen, zur Richtschnur des Handelns erhoben worden ist.[13]

Die hier skizzierte Auswahl soll an dieser Stelle erst einmal genügen. Zu gegebener Zeit setze ich den Überblick ggf. mit Theoretiker*innen wie Hannah Arendt fort.

4. Anmerkungen, Quellen und Darstellungen

Quellen und Darstellungen

  • Das Buch Daniel. Kapitel 2; 7. In: Die Bibel. Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. Stuttgart: Katholische Bibelanstalt 1980. Zugl. [Online im Internet] Wetzlar: ERF Medien [Abruf: 15.02.2016].
  • Der Brockhaus multimedial (2008). [DVD] Mannheim: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus.
  • Etherington, Norman (2014): Theories of Imperialism. War, Conquest and Capital. Abingdon u. New York: Routledge [Erstveröff.: 1984].
  • Fisch, Jörg; Dieter Groh; Rudolf Walther (2004): s. v. Imperialismus. In: Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon zur politisch-sozialen Sprache in Deutschland. Hrsg. v. Otto Brunner, Werner Conze, Reinhart Koselleck. 8 Bde. 1. Aufl. Studienausg. [d. Ausg. v. 1982]. Stuttgart: Klett-Cotta, Bd. 3, S. 171–236.
  • Friedjung, Heinrich (1919): Das Zeitalter des Imperialismus 1884–1914. Bd. 1. Berlin: Neufeld & Henius.
  • Gehler, Michael; Robert Rollinger (Hrsg.) (2014): Imperien und Reiche in der Weltgeschichte. Epochenübergreifende und globalhistorische Vergleiche. Wiesbaden: Otto Harrassowitz.
  • Greene, Murray (1979): Schumpeters Imperialismustheorie. In: Wehler (Hrsg.): Imperialismus, S. 155–166.
  • Hilferding, Rudolf (1910): Das Finanzkapital. Eine Studie über die jüngste Entwicklung des Kapitalismus. Wien: Ignaz Brand & Co. (= Marx-Studien, Bd. 3).
  • Hobson, J[ohn] A[tkinson] (1902): Imperialism. A Study. London: James Nisbet & Co.
  • Leitner, Ulrich (2011): Imperium. Geschichte und Theorie eines politischen Systems. Frankfurt am Main u. New York: Campus.
  • Lenin, W[ladimir] I[ljitsch] (1986): Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. Gemeinverständlicher Abriß. 21. Aufl. Berlin: Dietz (= Bücherei des Marxismus-Leninismus) [Erstveröff. auf Russ.: 1917].
  • Libero, Loretana de (1998): s. v. Imperium. In: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, Bd. 5, Sp. 955–958.
  • Luxemburg, Rosa (1913): Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus. Berlin: Vorwärts.
  • Mommsen, Wolfgang J[ustin] (1978): Imperialismus. In: Willi Albers et al. (Hrsg.): Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft. Stuttgart u. New York: Gustav Fischer; Tübingen: J. C. B. Mohr; Göttingen u. Zürich: Vandenhoeck & Ruprecht, Bd. 4, S. 85–98.
  • Mommsen, Wolfgang J[ustin] (1987): Imperialismustheorien. Ein Überblick über die neueren Imperialismusinterpretationen. 3., erw. Aufl. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
  • Münkler, Herfried (2007): Imperien. Die Logik der Weltherrschaft vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt [Erstveröff.: 2005].
  • Münkler, Herfried (2010): Imperium und Imperialismus. [Online im Internet] In: Docupedia-Zeitgeschichte, 11.02.2010, Vers. 1.0 [Abruf: 15.02.2016].
  • Schumpeter, Joseph A[lois] (1918/19): Zur Soziologie der Imperialismen. In: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, Bd. 46, S. 1–39 u. S. 275–310.
  • Strauß, Gerhard; Ulrike Haß; Gisela Harras (1989): Brisante Wörter von Agitation bis Zeitgeist. Ein Lexikon zum öffentlichen Sprachgebrauch. Berlin u. New York: Walter de Gruyter (= Schriften des Instituts für deutsche Sprache, Bd. 2), S. 170–177.
  • Wehler, Hans-Ulrich (Hrsg.) (1979): Imperialismus. Überarb. Nachdr. d. 3. Aufl. [im Verl. Kiepenheuer & Witsch 1976]. Königstein/Ts.: Athenäum.
  • Wehler, Hans-Ulrich (1979): Sozialimperialismus. In: Ders. (Hrsg.): Imperialismus, S. 83–96.
  • Wilshire, H[enry] Gaylord (1901): Trusts and Imperialism. Chicago: Charles H. Kerr & Co.

Endnoten

[1] Für einen Tour d’Horizon durch die Weltgeschichte vgl. den Sammelband von Gehler/Rollinger (Hrsg.) (2014).

[2] Vgl. Dan 2 [»Nebukadnezzars Traum von den Weltreichen«] sowie Dan 7 [»Daniels Vision von den vier Tieren und vom Menschensohn«].

[3] Mommsen (1978) definiert vier »Perioden des modernen Imperialismus«: »Freihandelsimperialismus« (1815–1881), »Hochimperialismus« (1881–1918), »Rückläufiger Imperialismus« (1919–1945) und »Dekolonisation«.

[4] Vgl. z. B. Fisch et al. (2004); Strauß et al. (1989). Beide Werke bieten zudem viele konkrete Verwendungsbeispiele.

[5] Vgl. dazu insbesondere Münkler (2007); Münkler (2010); Leitner (2011).

[6] Vgl. de Libero (1998).

[7] Einen guten Überblick über die wesentlichen politischen und ökonomischen, marxistischen, westlichen und neokolonialen Imperialismustheorien bieten: Mommsen (1987) und Wehler (Hrsg.) (1979).

[8] Vgl. Hobson (1902).

[9] Vgl. z. B. Wilshire (1901) und dazu Etherington (2014), S. 25ff.

[10] Vgl. Hilferding (1910); Luxemburg (1913); Lenin (1986). Zur Analyse der marxistischen Theorien vgl. Mommsen (1987), S. 27ff.

[11] Vgl. dazu Wehler (1979): Sozialimperialismus.

[12] Schumpeter (1918/19). Vgl. dazu Greene (1979).

[13] Friedjung (1919), Bd. 1, S. 5.

 

Vers. 2.0 vom 05.03.2016; Stand: 10.05.2018

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